Ernest Henry Shackleton Beschreibung Ernest Henry Shackleton  
 
   
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Ernest Henry Shackleton

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Ernest Henry Shackleton Artikel

Ernest Henry Shackleton Beschreibung
Ernest Henry Shackleton Beschreibung
Ernest H. Shackleton

Ernest Henry Shackleton (* 15.02 1874 in Kilkea/County Kildare, Irland; † 5.01 1922 in Grytviken/Südgeorgien) war ein britischer Polarforscher irischer Abstammung. Berühmt wurde er vor allem durch die 1914 bis 1916 durchgeführte Antarktis-Expedition, die unter seiner Leitung stand. Die Expedition scheiterte, als sein Expeditionsschiff, die Endurance, in dem Packeis zerdrückt wurde; dank Shackletons Leistung gelang es jedoch, alle Männer dieser Expedition zu retten. Er starb auf seiner vierten Expedition, die ihn gleichfalls in die Antarktis führen sollte.

Shackleton zählt bis heute zu den bedeutendsten Forschern und Entdeckern des "heroischen Zeitalters" der Polarforschung.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Die Endurance. Shackletons legendäre Expedition in die Antarktis. Fesselnd Das Buch versteht es den Leser wahrlich zu fesseln. Text und Bilder liefern einen wahrhaftigen authentischen Bericht einer Höllenfahrt. Die Autorin bringt es sehr plastisch herüber, in welcher physischen und psychischen Ausnahmesituation sich die Männer der Endurance um Shackleton herum befunden haben müssen. Ebenso zeigt sie die herausragende...

Seine frühen Jahre

Buch-Tipp: Frozen History - The Legacy of Scott and Shackleton. Wunderbar Ein guter Freund hat mir diesen Band zu dem Geschenk gemacht und mich damit sehr glücklich gemacht!Ich bin wirklich beeindruckt von den tollen Fotos, dem Druck und dem Design. Einfach ein Augenschmaus. Besonders gefällt mir, dass Auszüge aus den Tagebüchern der Expeditionsteilnehmer benutzt wurden (die erklärend die Motive unterstützen),...

Shackletons Familie

Shackleton wurde als zweites Kind des anglo-irischen Grundbesitzerpaares Henry und Marietta Shackleton geboren. Ab 1880 lebte die Familie in Dublin, wo sich der Vater zu dem Arzt ausbilden ließ. 1884 ließ sich Henry Shackleton mit seiner Familie als Arzt in London nieder. Auch wenn Shackleton überwiegend in Großbritannien aufwuchs, so wurde er doch von seinen Zeitgenossen als jemand irischer Abstammung wahrgenommen. In dem England der damaligen Zeit war dies ein Karrierehemmnis.

Buch-Tipp: Im Schatten des Pols. Auf Shackletons Spuren im härtesten Meer der Welt Abenteuerreise in dem härtesten Meer der Welt. . . . . . . . . . . . . . . . Arved Fuchs hat gemeinsam mit zwei Männern und einer Frau die legendäre Fahrt von Sir Ernest Shackelton in der Antarktis nachgesegelt. Für Einsteiger sei angemerkt, dass es sich bei dieser Nachahmungsfahrt nicht um die Nachstellung der Expeditionsfahrt Shackeltons handelt,...

Ausbildung

Ernest Shackleton besuchte zunächst das Dulwich College, wurde aber 1890 mit 16 Jahren Seekadett auf dem Vollschiff Houghton Tower, das der britischen Handelsflotte angehörte. Nach einigen Reisen in den Pazifischen und den Indischen Ozean war er fünf Jahre lang Zweiter Maat auf einem Trampschiff. 1896 wurde er zu dem Ersten Maat befördert. 1899 heuerte er bei der bedeutenden Union Castle Line an. Ähnlich wie Robert Falcon Scott, der sich in der Routine der Royal Navy eingeengt fühlte, hatte auch Shackleton nicht das Gefühl, in der Handelsmarine seinen Ehrgeiz befriedigen zu können. "Ein Mann sollte zur größtmöglichen Ehre streben, die er in seinem Leben erreichen kann" schrieb er an seine spätere Frau Emily Dorman. 1900 begann Shackletons Karriere als Entdecker, nicht zu einem kleinen Teil darum, weil Shackleton darin die Möglichkeit sah, reich und berühmt zu werden.

Buch-Tipp: Manager müssen Mut machen. Mythos Shackleton. Führungskunst - Unternehmensphilosophie - Neuausrichtung Spannende Managementliteratur und mehr . . . Die beiden Autoren zeigen, was erfolgreiche Führungskunst in der Vergangenheit bedeutet hat und heute bedeuten kann: Manager müssen Mut machen. Spannend schildern sie die Endurance Expedition von Sir Ernest Wilhelm Shackleton und wie sich seine Führungsqualitäten auf heutige Manager und ihre Unternehmen...

Shackletons Bewerbung für die Scotts Antarktisexpedition

Robert Falcon Scott und Clements Markham suchten erfahrene Seeleute für eine für das nächste Jahr geplante Reise in die Antarktis. Shackleton war zwar erfahren, allerdings ca. Offizier der in Scotts und Markhams Augen minderwertigen britischen Handelsflotte. Shackleton war jedoch in der Lage, in Llewellyn Longstaff , einem der großzügigsten Sponsoren der Expedition, einen Fürsprecher zu finden, der ihm zu einem Treffen mit Clements Markham verhalf. Und so wie Shackleton mit seinem extrovertierten Charme Longstaff für sich eingenommen hatte, konnte er auch Clements Markham überzeugen. "Er ist ein stahlharter junger Mann mit hohen Prinzipien, voller Fleiß und ein ausdauernder Arbeiter" faßte Markham seinen Eindruck von Shackleton zusammen.

Buch-Tipp: Mit der Endurance ins ewige Eis. Die Antarktis-Expedition 1914-1917 Die Beschreibung für das Buch "Mit der Endurance in das ewige Eis. Die Antarktis-Expedition 1914-1917" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Expedition Discovery (National Antarctic Expedition)

Ernest Henry Shackleton Beschreibung
Ernest Henry Shackleton Beschreibung
Karte der Antarktis mit den wichtigsten Antarktisexpeditionen
Buch-Tipp: Mit der Endurance ins ewige Eis. Meine Antarktisexpedition 1914-1917 Lebendige Geschichte aus erster Hand! Es gibt zwar eine Reihe von neuen Büchern und Reprints, die sich auf die "Endurance"-Expedition beziehen (A. Lansing, C. Alexander etc. ). Aber warum nicht das Buch von Sir Ernest Shackleton selbst lesen? Seine EIGENE Geschichte der Tragödie, die sich zu einem "Triumph" wandte? Shackleton beschreibt nicht...

Absicht der Expedition

Robert Falcon Scotts Expedition begann in dem August 1901 mit dem Schiff Discovery. Offizieller Name dieser Expedition war "National Antarctic Expedition". Das offizielle Absicht der von der britischen Royal Geographical Society organisierten Expedition war die wissenschaftliche Erforschung der Antarktisregion, tatsächlich ging es jedoch deshalb, als erste Nation den bis dahin von niemanden beanspruchten Südpol zu erreichen.

Buch-Tipp: Schiffbruch in der Antarktis - Shackletons blinder Passagier Fabelhaft Dieses Buch gibt in einer sehr ausgewogenen, nicht billig und reisserisch erzählten Weise die übermenschliche Leistung aller Beteiligten bei der Shackleton-Expedition wider. Man hat wirklich den Eindruck, man sitze direkt neben dem Beteiligten und höre zu, wie die Geschichte in dem Nachhinein erzählt wird. Wer danach kein Fan von Shackleton...

Die erste Ballonfahrt in der Antarktis

Scotts Expedition war die erste, die das Rossmeer durchfuhr und das Ross-Schelfeis erreichte. Sie entdeckten neues Land und Shackleton Faszination an der Antarktis begann. Er schrieb: Es ist ein einzigartiges Gefühl, Land zu erblicken, das noch kein menschliches Auge zuvor gesehen hat. Gemeinsam mit Scott ist Shackleton die erste Person, die zu einer Ballonfahrt auf der Antarktis aufbrach. Anfang Februar 1902 schafften sie, eine Höhe von 200 Meter zu erreichen. Ihr tiefreligiöser Expeditionskamerad Edward Wilson kommentierte jedoch kritisch "wenn einige dieser Experten da oben nicht verunglücken, so ca. deswegen, weil Gott Mitleid hat mit den Verrückten". Der Ballon überstand diese erste Fahrt jedoch nicht unbeschadet und blieb für den Rest der Expedition unbrauchbar.

Buch-Tipp: Shackletons Expedition in die Antarktis. Das Buch "Shackletons Expedition in die Antarktis. " ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Der Versuch, den Südpol zu erreichen

Von der McMurdo-Bucht aus versuchten Scott, Edward Wilson und Ernest Shackleton 1902, mit Schlitten den Südpol zu erreichen. Dieser Versuch stand jedoch von Beginn an unter einem schlechten Stern. Alle drei hatten wenig Erfahrungen mit dem Überleben unter antarktischen Bedingungen - Shackleton soll zu diesem Zeitpunkt weder Erfahrung mit dem Errichten eines Zeltes gehabt haben noch jemals in einem Schlafsack geschlafen haben, keiner war ein erfahrener Skiläufer, Lebensmittel waren völlig unzureichend geplant und Scott setzte Schlittenhunde ein, ohne dass sie ausreichend Erfahrung in dem dem Umgang mit Schlittenhundgespannen hatten. Scott, Wilson und Shackleton erreichten am 31.12 1902 den südlichsten Punkt ihrer Reise - stets noch 480 Meilen vom Pol entfernt. Während der qualvollen Rückkehr zurück zu dem Ausgangslager, die mehr und mehr zu einem Wettlauf um das nackte Überleben wurde, litt Wilson zeitweise an Schneeblindheit und Shackleton erkrankte so schwer an Skorbut, dass er Blut spuckte und zeitweise auf dem Schlitten transportiert werden musste.

Buch-Tipp: Shackletons Führungskunst. Was Manager von dem großen Polarforscher lernen können. Sehr interessantes Buch. Auch heute noch aktuell! Abgesehen davon, dass die Geschichte an sich schon spannend ist (alleine darum schon, da sie sich tatsächlich zugetragen hat!), kann man ihr auch für das eigene Leben einiges abgewinnen. Es sind Menschen wie Shackleton, die einerseits durch ihren unbändigen Forscher- und Entdeckungsdrang die...

Shackletons Rückkehr von der Expedition Discovery

Scott schickte 1903 noch während der Fortdauer der Expedition Shackleton zurück nach England, obwohl sich Shackleton zu diesem Zeitpunkt von seiner Skorbuterkrankung nahezu vollständig erholt hatte. Diese Entscheidung hat stets wieder Anlass zu Spekulationen gegeben. Es gibt Hinweise, dass Scott Shackletons große Popularität innerhalb des Expeditionsteams neidete und dass die Skorbuterkrankung für Scott ca. ein willkommener Anlass war. Andere verweisen darauf, dass Shackleton in dem Gegensatz zu den meisten Expeditionsteilnehmern, die zur Britischen Kriegsmarine ("Royal Navy") gehörten, ein Mitglied der wenig angesehenen Handelsmarine war und dass dies dazu beigetragen haben mag, dass Shackleton nicht zu den Expeditionsteilnehmern gehörte, die einen zweiten antarktischen Winter erleben durften.

Ranulph Fiennes schreibt jedoch in seiner Scott-Biographie, dass sich für den Konflikt zwischen Scott und Shackleton wenig Belege finden lassen und weist dagegen daraufhin, dass es vor allem die Autobiographie von Albert Armitage (Scotts Navigator und zweitem Offizier) gewesen sei, die als wesentlicher Beleg für den Zwist zwischen diesen beiden berühmten Polarforschern diene, dass sich Albert Armitage selber jedoch durch Scott benachteiligt fühlte. Aus Fiennes Sicht war der Grund für die frühe Rückkehr Shackletons mit dem ersten Entsatzschiff noch während der Expeditionsdauer tatsächlich ca. Shackletons angegriffene Gesundheitszustand.

Die frühe Rückkehr aus der Antarktis, die Shackleton selber unangenehm war, schadete ihm jedoch nicht. Als erster zurückkehrender Expeditionsteilnehmer wurde ihm seitens der britischen Öffentlichkeit viel Aufmerksamkeit zuteil und er als Held gefeiert.

Expedition Nimrod (British Antarctic Expedition)

Ernest Henry Shackleton Beschreibung
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Die Nimrod in dem Packeis
Ernest Henry Shackleton Beschreibung
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Shackleton an Bord der Nimrod

Neuer Aufbruch in die Antarktis

In seiner Expeditionserzählung "The heart of the Antarctis", die die Erlebnisse der ersten Antarktis-Expedition wiedergibt, die unter Shackletons Leitung stattfand, gibt er als Motivation für den erneuten Aufbruch nach Süden einzig die Erweiterung des Wissens um diesen noch unbekannten Kontinent an: "Ich war überzeugt, dass eine zweite Expedition die Arbeit [der Expedition Discovery] fortsetzen sollte ... die südlichen Grenzen des Ross-Schelfeises waren noch unentdeckt geblieben. Die Blicke vom Deck der Discovery auf das "King Edward VII Land" waren für uns nicht ausreichend gewesen, um dessen Art noch Grenzen zu bestimmen...Im Bereich der Meteorologie war noch viel zu tun und diese Arbeit war besonders für Australien und Neuseeland von großer Bedeutung, denn bestimmte Wetterverhältnisse in diesen Ländern haben ihren Ursprung in der Antarktis. Die antarktische Zoologie, wenn auch bezüglich ihres Artenumfangs etwas begrenzt, hat viele interessante Aspekte und ich wollte Zeit nicht ca. der generellen Geologie sondern auch der Mineralogie widmen...". Das heimliche HauptAbsicht war jedoch erneut das Erreichen des Südpols.

Die Finanzierung der Expedition war jedoch mühselig. Erst in dem Frühjahr 1907 hatte Shackleton auch dank der Unterstützung der neuseeländischen und australischen Regierung ausreichend Mittel für eine erneute Expedition in die Antarktis beisammen.

Die Leistungen der Expedition

Die British Antarctic Expedition, die in der Zeit von 1907 bis 1909 stattfand, wird nachdem benutzten Schiff auch "Nimrod Expedition" genannt. Shackleton errichtete sein Basiscamp auf der Ross-Insel bei Kap Royds , ca. 20 nördlich von Scotts Basiscamp während der Expedition Discovery.

Die Leistungen dieser Expedition umfassten die Erstbesteigung von Mount Erebus, dem aktiven Vulkan auf der Ross-Insel, die Lokalisierung des magnetischen Südpols durch Douglas Mawson, Edgeworth David und Alistair McKay am 16.01 1909 sowie die Entdeckung der Beardmore Gletscher Passage.

Der 2. Versuch, den Südpol zu erreichen

Wiederum versuchte Shackleton - diesmal gemeinsam mit Frank Wild , Eric Marshall und James Adams - den Südpol zu erreichen. Shackleton hatte viel durch die Teilnahme an der Expedition Discovery gelernt, trotzdem erscheinen die von ihm getroffenen Vorbereitungsmaßnahmen aus heutiger Sicht als sehr unzureichend. Erneut hatten die Mitglieder des Teams wenig Erfahrung in dem Umgang mit Skiern. Die mitgebrachte Bergsteigerausrüstung erwies sich als ungeeignet. Und aufgrund der schlechten Erfahrungen, die Shackleton während der Expedition Discovery mit Schlittenhunden gesammelt hatte, setzte er jetzt mandschurische Ponies ein. Sie erwiesen sich als gleichfalls wenig geeignet: nicht ca. kamen die Ponies mit den Schnee- und Eisbedingungen nicht zurecht, die gekauften Tiere waren von vornherein in einem schlechten Gesundheitszustand. Sie wurden nach und nach erschossen und verzehrt.

Trotzdem gelang es den vieren, sich bis zu dem 88° 23' Süd vorzukämpfen. Ca. 156 km vom Südpol entschied sich Shackleton mit Blick auf die Vorräte und ihre schwindenden Kräfte umzukehren: eine Entscheidung, die aufgrund ihrer Rationalität heute noch als bemerkenswert eingestuft wird.

Drei Jahre lang gebührte Shackleton die Ehre, derjenige zu sein, der am weitesten nach Süden vorgedrungen war. Die von ihm gefällte Entscheidung, noch vor Erreichen des Südpols umzukehren, begründete er mit der Aussage:

"Better a live donkey than a dead lion." (deutsch: Besser ein lebender Esel als ein toter Löwe.)

Expedition Endurance (Imperial Trans-Antarctic Expedition)

Hauptartikel siehe Expedition Endurance.

Nachdem der Südpol erreicht wurde, verblieb als letzte noch nicht vollbrachte Leistung die Durchquerung des antarktischen Kontinents.

Die Expedition begann am 1.08 1914, drei Tage bevor Großbritannien Deutschland den Krieg erklärte. An diesem Tag startete Shackleton mit seiner Endurance von den Docks Londons Richtung Antarktis. An Bord befanden sich neben Shackleton 27 weitere Männer. Am 10.01 1915 erreichte das Schiff das Weddell-Meer, wurde jedoch bereits am 19.01 1915 vom Packeis eingeschlossen. In kreisender Bewegung drückt in dem Wedell-Meer das Eis gegen die Felsenküste der antarktischen Halbinsel; die eingeschlossene Endurance verdriftete mit dieser Eisbewegung von 77°S bis 61°S und war dabei dem Druck des Eismeeres ausgesetzt: :"Die Wirkung des Druckes rundherum war furchterregend, mächtige Eisblöcke, festgehalten zwischen zusammenstoßenden Eisfeldern, erhoben sich langsam, bis sie wie Kirschkerne emporschnellten, die man zwischen Daumen und Finger presst. Der Druck von Millionen Tonnen sich bewegenden Eises zermalmte und vernichtete alles unerbittlich." schrieb Shackleton über die Tage, in denen die Endurance in dem Eis gefangen war. Am 27.10 1915 schließlich wurde das Schiff vom Eis zerdrückt. Drei Tage später brach die Mannschaft auf und versuchte, über das Eis zu laufen und so vielleicht die Pauletinsel zu erreichen. Die Rettungsboote wurden mitgenommen, ansonsten wurde auf schweres Gepäck verzichtet.

Ernest Henry Shackleton Beschreibung
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Satellitenbild des Weddellmeeres

Bis zu dem 8.04 1916 richteten sich die Männer mehrfach Lager auf dem Eis ein, eine Flucht von der Eisscholle war jedoch nicht möglich. Als die Eisscholle merklich schmolz, wagte die Mannschaft den Versuch, mit den Rettungsbooten Elephant Island anzusteuern. Nach einer schwierigen Fahrt durch das Packeis erreichten sie die Küste dieser Insel am 15.04 1916. Da die Mannschaft hier jedoch ca. durch einen sehr großen Zufall zu finden gewesen wäre, beschloss Ernest Shackleton, gemeinsam mit fünf seiner Männer Hilfe aus Südgeorgien zu holen, 700 Seemeilen entfernt. Er nutzte dafür das Boot "James Caird" und brach am 24.04 1916 auf. Südgeorgien erreichten sie vor allem aufgrund der Leistung des Navigators Frank Worsley nach 15 Seetagen, die Walfangstation an der anderen Seite der Insel jedoch erst am 20.05 1916. Shackleton charterte nacheinander mehrere Schiffe, doch erst der vierte Rettungsversuch mit der "Yelcho" gelang. Am 30.08 1916 konnten die restlichen Mannschaftsmitglieder von Elephant Island gerettet werden.

Shackletons Tod

Ernest Henry Shackleton Beschreibung
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Shackletons Grab (NOAA)

Shackleton fiel die Rückkehr in das normale Leben schwer. Wie viele seiner Leute hatte auch er das Gefühl, für Großbritannien in den Krieg ziehen zu müssen. Er bekam jedoch keine Position angeboten, auf der er seine Fähigkeiten einbringen konnte. Auf Betreiben von Sir Edward Carson, einem ehemaligen First Lord of the Admirality, wurde er zumindest auf eine Propagandamission nach Südamerika gesendet und übernahm später kleinere Aufgaben als "Stabsoffizier für den arktischen Transport". Gleichzeitig drückten ihn die durch die Expedition verursachten Schulden, er war gesundheitlich angegriffen, seine Ehe funktionierte nicht mehr und er lebte überwiegend in der Wohnung seiner Geliebten. In seiner finanziellen Notlage war es notwendig geworden, dass er sich auf Vortragstourneen begeben musste.

Ernest Henry Shackleton Beschreibung
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Titelseite Scientific American zur Shackelton-Expedition 1922
1920 fand er endlich wieder einen Finanzier für eine weitere Reise in die Antarktis. Die Quest verließ am 17.09 1921 London und eine jubelnde Menschenmenge winkte ihnen von den Piers zu. An Bord waren einige der Teammitglieder der Expedition Endurance: Frank Wild, J. A. McIlroy, der Schiffsarzt, umd Tom Green, der Koch. Auch Hussey, Macklin, Mclead und Kerr sowie Worsley, der wieder als Kapitän diente, waren Shackletons Ruf gefolgt. Die Quest hatte kein konkretes Expeditionsziel, vielmehr schien es zu einer Art Erinnerungsreise für die ehemaligen Expeditionsteilnehmer zu werden. Sie legten in Südgeorgien an der Station von Grytviken an, dem Hafen, an dem sie während der Expedition Endurance einen Monat auf besseres Wetter gewartet hatten und mit ihren Schlittenhunden trainierten. In der Nacht des 5.01 verstarb Shackleton an einem schweren Herzanfall. Er wurde in Grytviken, dem einzigen Ort in Südgeorgien, zwischen den Gräbern norwegischer Walfänger begraben.

Nachwirkung

Führungsqualitäten

Shackleton war ein extrovertierter Mensch, ein geborener Optimist und in der Lage, sehr viele Menschen für sich einzunehmen. Seine Leistung, in einer offenbar ausweglosen Situation einen klaren Kopf zu behalten, seine Männer immer zu ermutigen und durch besonnenes Handeln und hervorragende Leistung den Tod der Expeditionsmitglieder zu verhindern, beeindruckte nicht ca. seine Zeitgenossen, sondern wirkt bis heute nach. Frank Wild, der nach Shackletons Tod die Leitung der "Quest-Expedition" übernahm, sagte in einer Rede vor der Royal Geographic Society am 13.11 1922: "I am in the unique position of having served with all the British Antarctic explorers of repute since my first voyage with the Discovery and of having an intimate first-hand knowledge of their work in the field. My opinion is that for qualities of leadership, ability to organise, courage in the face of danger, and resource in the overcoming of difficulties, Shackleton stands foremost, and must be ranked as the first explorer of his age."
(Übersetzung: "Ich bin in der einzigartigen Situation unter allen berühmten britischen Antarktisforschern, seit meiner ersten Reise mit der Discovery gedient und damit einen persönlichen und detaillierten Eindruck ihrer Fähigkeiten erhalten zu haben. In punkto Führungsqualität, Organisationstalent, Mut in dem Angesicht großer Gefahr und der Fähigkeit, Schwierigkeiten zu überwinden, ragt Shackleton unter allen hervor und muss als bester Forscher seines Zeitalters gelten.")

Dieser Ruf Shackletons hat sich bis heute erhalten; es gibt sogar Managementratgeber, die sich mit seinen Führungsfähigkeiten und der Übertragung auf den Berufsalltag auseinandersetzen.

Nennend ist auch folgendes Zitat von Polarforscher Apsley Cherry-Garrard :

"Gebt mir Scott als wissenschaftlich-geographischen Expeditionsleiter..., gebt mir Amundsen für eine rasche und effiziente Polar-Expedition, aber gebt mir Shackleton, wenn sich das Schicksal gegen mich verschworen zu haben scheint und ich einen Ausweg suche."

Der 1. Weltkrieg und der Nationalheld

"We were like men arisen from the dead to a world gone mad" sind die berühmten Worte, mit denen Shackleton die Gräuel des 1. Weltkrieges kommentierte, der kurz nach Abreise der Endurance von den Londoner Docks ausbrach und über dessen blutigen Verlauf sie erst 1916 genaueres erfuhren. Er war jedoch kein Kriegsgegner, sondern ermutigte in dem Gegenteil seine Landsleute zu dem Aushalten und Weiterkämpfen und verglich in einer Botschaft an australische Soldaten den Kampf in der Antarktis mit dem in Europa.

Den Briten daheim diente die Geschichte der heldenhaften Rettung der Endurance-Expeditionsteilnehmer zur Stärkung der Moral. "We can pass eight Dreadnoughts, if we are sure of the eight Shackletons" schrieb der britische Schriftsteller Conan Doyle. Eine englische Zeitung ging noch weiter, als sie die Rettungstat kommentierte: "As long as Englishmen are prepared to do this kind of thing, we need not lie awake dreading the boys of the dachshound breed", wobei mit "boys of the dachshound breed" die Deutschen gemeint waren.

In diesem Geist meldete sich jeder der Expeditionsteilnehmer, die auf Elephant Island ausgeharrt hatten, nach der Rückkehr nach Großbritannien als freiwilliger Kriegsteilnehmer. Und Shackleton widmete sein Buch "South", im er die Tat aus seiner Sicht erzählt, "To my comrades who fell in the white warfare of the south and on the red fields of France and Flanders."

Literatur

Neben den zwei Büchern "South" und "The Heart of the Antarctic", die Shackleton über seine Erlebnisse in der Antarktis schrieb, haben seine Erlebnisse auch in der Weltliteratur Niederschlag gefunden. Der Gewaltmarsch über das Südgeorgische Gebirge hinweg nach der körperlich und seelisch zermürbenden Fahrt im Rettungsboot inspirierten T.S. Eliot zu einer Strophe seines Gedichtes "The Waste Land":

Who is the third who walks always beside you?
When I count, there are only you and I together
But when I look ahead up the white road
There is always another one walking beside you
Gliding wrapt in a brown mantle, hooded
I do not know whether a man or a woman
- But who is that on the other side of you?

Anlass zu diesem Gedicht war die Erzählung von Shackleton, dass sowohl er als auch seine zwei Gefährten während des brutalen Gewaltmarsches über den verschneiten Bergrücken von Südgeorgien stets wieder das Gefühl gehabt hätten, von einem vierten Wesen begleitet zu werden. T.S. Eliot, der aus erzähltechnischen Gründen in seinem Gedicht ca. von zwei Personen berichtet, dürfte jedoch nicht bekannt gewesen sein, dass die gefühlte Anwesenheit einer vierten Person eine spätere Zufügung zu Shackletons Geschichte war, um dem ganzen etwas mehr Spiritualität zu verleihen.

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